Immobilienertragsteuer

Die neue Steuerreform 2016 trifft Immobilienbesitzer.

Seit 01. Jänner 2016 tritt die neue Steuerreform 2016 in Kraft. Auf Immobilienbesitzer und Eigentümer kommen jetzt wesentlich höhere steuerliche Belastungen zu.

Höhere Immobilienertragsteuer ab 2016 bei Verkauf Ihrer Immobilie:

Die Immobilienertragsteuer wurde ab 01.01.2016 von aktuell 25 Prozent auf 30 Prozent angehoben. Bei älteren Objekten stiegen die Steuersätze auf 4,2 Prozent und bei umgewidmeten Grundstücken (bei Umwidmung nach dem 01.01.1988) auf 18 Prozent. Der Inflationsabschlag wird abgeschafft. Über Antrag ist es in jedem Fall möglich, den Spekulationsgewinn zu errechnen und dann künftig mit den höheren Sätzen zu besteuern oder aber auch mit dem Einkommenssteuertarif zu veranlagen. Grundsätzlich ändert sich die Steuerlast gemäß dem nachfolgenden Beispiel wie folgt: Bei einem Verkaufspreis Ihrer Immobilie zB. 600.000 Euro, minus den Anschaffungskosten zB: 400.000 Euro, beträgt der Veräußerungsgewinn 200.000 Euro. Bei einem Steuersatz von 30 Prozent (statt bisher 25 Prozent) fallen somit 60.000 Euro Immobilienertragsteuer an. Statt 50.000 Euro müssen jetzt nunmehr 10.000 Euro mehr an Steuern an die Finanz abgeliefert werden. Bemessungsgrundlage ist immer die Differenz zwischen Anschaffungskosten und Verkaufspreis. Angenommen Sie möchten Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter Ihre Wohnung oder Ihr Haus schenken oder vererben um der höheren Grunderwerbsteuer zu entkommen, könnte eine kräftige Immobilienertragssteuer anfallen, wenn die Kinder danach die Immobilie verkaufen. Grund: Die Differenz zwischen dem ursprünglichen Anschaffungswert und dem heutigen Wert des Hauses oder der Wohnung kann beträchtlich sein. Befindet sich der Verkäufer innerhalb eines Befreiungstatbestandes (Hauptwohnsitzbefreiung und dgl.) - ist keine Immobilienertragssteuer zu zahlen. Für nähere Informationen, ob und inwieweit ein solcher Tatbestand gegeben ist, stehen wir gerne zur Verfügung. Rufen Sie uns einfach an!

Auch vermieten wurde ab 01.01.2016 steuerlich erheblich unattraktiver!

Vermietern drohen Verschlechterungen durch die Verlängerung des Afa-Zeitraumes für Instandsetzungskosten auf 15 Jahren, statt bisher 10 Jahren, sowie durch die Erhöhung des nicht abschreibbaren Grundanteils. Von den gesamten Anschaffungskosten eines bebauten Mietgrundstückes sollen künftig 40 Prozent auf Grund und Boden, statt bisher 20 Prozent entfallen. Die Bemessungsgrundlage für die Abschreibung sinkt daher von 80 Prozent der Anschaffungskosten auf 60 Prozent der Anschaffungskosten. Weiters änderten sich seit 01.01.2016 die Abschreibungssätze bei der Afa: Statt bisher 2 Prozent, 2,5 Prozent und 3 Prozent gibt es für unmittelbar betrieblich genutzte Betriebsgebäude einen einheitlichen Afa-Satz von 2,5 Prozent. Der Afa-Satz für Wohnobjekte im Betriebsvermögen wird - einheitlich wie bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung - auf 1,5 Prozent festgelegt. Fraglich ist noch die begünstigte Abschreibung (2 Prozent) für Gebäude vor 1915 (bei Vermietung und Verpachtung). Vermieten wird somit von der Rendite "nach Steuern" deutlich unattraktiver.

Hinweis: Diese Informationen stellen unsererseits keine individuelle steuerliche Beratung dar. Bei diesen Informationen handelt es sich um allgemeine steuerliche Informationen ohne Berücksichtigung von individuellen Fallkonstellationen. Für die Beurteilung konkreter insbesonders komplexer Einzelfälle ist die Konsultation eines befugten Steuerberaters unerlässlich. Weiters weisen wir darauf hin, daß sich einzelne Details bezüglich der bereits beschlossenen Steuerreform bezüglich Umgang in der Praxis noch ändern können. In diesem Zusammenhang lehnen wir jegliche Haftung für die Informationen ab.